1 Jahr Funky-Simone

Vor etwa einem Jahr habe ich mit diesem Blog gestartet. Ein guter Anlass, um ein Resümee zu ziehen.

Warum ich vor einem Jahr diesen Blog ins Leben gerufen habe

Die Idee, einen Blog zu schreiben, hatte schon lange in mir geschlummert. Allerdings hatte ich nie eine konkrete Idee, worüber ich gerne schreiben würde. Und sobald der Gedanke an einen Blog aufflackerte, kamen mir auch direkt zig Gründe dagegen in den Sinn, wodurch ich den Gedanken wieder verdrängte: zu wenig Zeit, fehlendes Schreibtalent, keine Ahnung von der Technik, keine konkrete Idee …

Im letzten Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, mehr neue Dinge auszuprobieren, anstatt mich auf das Wenn und Aber zu konzentrieren. Ganz nach dem Motto: einfach machen.

Dazu kam noch eine Unterhaltung, die mir den letzten Schubs gab, um mit dem Blog zu starten: Jemand erzählte mir von einer dieser typischen Kennenlernübungen aus einem Teambuilding-Workshop namens „Zwei Wahrheiten und eine Lüge“. Dabei sollten alle Teilnehmenden drei persönliche Erlebnisse oder Fakten über sich selbst erzählen – zwei davon sollten wahr sein und eines frei erfunden.

Mein erster Gedanke war, dass mir dazu nichts eingefallen wäre, was für andere auch nur ansatzweise interessant sein könnte.

Das brachte mich zum Nachdenken. Hatte ich tatsächlich nichts Spannendes über mich zu erzählen? Und hatte ich wirklich nichts Außergewöhnliches erlebt? Oder erkannte ich das Besondere einfach nicht, weil ich meine Erlebnisse selbst kleinredete und als normal hinnahm?

Beide Möglichkeiten wollte ich nicht akzeptieren, und ich entschied, dass ich dringend etwas ändern musste. Und zwar wollte ich beides ändern: Ich wollte dafür sorgen, spannende Dinge zu erleben, und ich wollte diese Erlebnisse auch zu schätzen wissen.

Und dann hatte ich folgende Idee: Ich starte einen Blog und schreibe über meine Erlebnisse. Der Wunsch, etwas zu berichten zu haben, sollte mich zusätzlich motivieren, für interessante Erfahrungen zu sorgen. Und indem ich darüber schreibe, lasse ich das Erlebte noch einmal Revue passieren und schärfe mein Bewusstsein dafür, was mich und meine Erfahrungen ausmacht. Und wenn ich dann auch noch Spaß am Schreiben finde, wäre das doch eine super Sache, oder?

Für wen schreibe ich diesen Blog?

Die Antwort ist ganz klar: Ich schreibe diesen Blog in erster Linie für mich selbst. Falls jemand Spaß daran hat, meine Beiträge zu lesen, freut mich das natürlich auch.

Ehrlich gesagt schaue ich mir die Besucherstatistiken auf meiner Hosting-Plattform nie an. Deshalb habe ich keine Ahnung, ob das hier überhaupt jemand liest.

Wie gesagt, ist das mein eigenes kleines Projekt. Es soll mich motivieren, ins Handeln zu kommen, und mir dabei helfen, meine Gedanken zu sortieren. Wer mich dabei begleiten möchte, ist dabei herzlich willkommen.

Hat sich dieser Blog so entwickelt, wie ich es geplant hatte?

Da ich zu Beginn keinen genauen Plan hatte, gibt es darauf weder ein Ja noch ein Nein. Ich hatte einfach angefangen zu schreiben und war relativ offen dafür, wie sich der Blog entwickeln würde.

Allerdings hatte ich gedacht, dass ich auch über kreative DIY-Projekte, Bücher oder Ernährung schreiben würde. Wer weiß – vielleicht kommt das noch. Ich bleibe weiterhin offen dafür, wohin sich dieser Blog entwickelt.

Was ich durch diesen Blog Neues gelernt habe

Durch diesen Blog habe ich wahnsinnig viel Neues gelernt. Bis dato hatte ich keinen blassen Schimmer davon, wie man eine Website erstellt, was man dafür benötigt und was man dabei beachten und wissen muss.

Dieser Blog sollte zu 100 Prozent mein eigenes Projekt sein. Deshalb wollte ich alles selbst entscheiden und gestalten und die sicherlich auftretenden Probleme auch selbst lösen – ohne fremde Hilfe.

Die erste Lektion war, dass man alles lernen kann, wenn man sich nur damit beschäftigt. Nach etwas Online-Recherche und mithilfe von Blogartikeln, YouTube-Tutorials und ChatGPT hatte ich bald die nötigen Informationen gesammelt, um zu wissen, worauf es beim Start eines Blogs ankommt.

Ich habe gelernt, wie man eine Website erstellt, was die unterschiedlichen Content-Management-Systeme ausmacht, welche rechtlichen Rahmenbedingungen man beachten muss, worauf es bei der Wahl des Hosting-Anbieters ankommt und was in Sachen Datenschutz und Sicherheit wichtig ist – und so weiter und so fort.

Nachdem ich mich für einen Hosting-Anbieter, eine Plattform und eine Domain entschieden hatte, standen noch jede Menge weitere Entscheidungen an: Theme, Layout, Farbschema, Schriftarten, Plugins … Somit war ich bereits einige Tage lang beschäftigt, ohne auch nur ein Wort geschrieben zu haben.

Im Laufe der Zeit lernte ich mehr über Design und Typografie, und auch das Schreiben selbst fiel mir immer leichter.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich durch diesen Blog einige neue Fähigkeiten in den Bereichen digitale Kompetenz, technische Umsetzung, Gestaltung, Problemlösung und Kreativität dazugewonnen habe.

Was ich durch das Bloggen über mich selbst gelernt habe

Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, zwischendurch innezuhalten und das Erlebte noch einmal zu reflektieren. Ich denke oft in Aufgaben und hetze von einer Aktion zur nächsten. Ich bin quasi eine lebende To-do-Liste. Und das, obwohl ich eigentlich ein sehr reflektierter Mensch bin.

Kein Wunder also, dass ich vor einem Jahr noch das Gefühl hatte, nichts Besonderes erzählen zu können. Ich hakte meine Erlebnisse zu schnell ab und war gedanklich schon bei meinem nächsten und übernächsten To-do, anstatt Begeisterung oder sogar Stolz auch nur ansatzweise aufkommen zu lassen.

Sich regelmäßig Zeit zu nehmen, um über Erfahrungen und Erlebnisse noch einmal nachzudenken und diese aufzuschreiben, hilft mir, aus diesem Schema auszubrechen – und das tut mir wirklich gut.

Allein dafür hat es sich für mich schon gelohnt, diesen Blog zu schreiben.

Außerdem habe ich gelernt, dass ich mich mit meinen Gedanken und Zweifeln oftmals selbst ausgebremst hatte. Warum ich so viele Ideen vor mir herschob? Ich machte mir meistens im Vorfeld viel zu viele Gedanken darüber, was man für ein Projekt wissen und können muss, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Dadurch wurden potenzielle Projekte oft zu gewaltigen, gedanklich schier unbezwingbaren Bergen. Sie wurden zu einer mentalen Last, und so schob ich diese Ideen vor mir her, anstatt sie tatsächlich umzusetzen.

Man braucht keinen perfekten Plan, um ein Projekt zu starten. Man muss zu Beginn nicht alles wissen und können und auch nicht jedes Detail bis ins Letzte durchplanen. Außerdem muss am Anfang nicht alles perfekt sein.

Das Wichtigste ist, überhaupt anzufangen. Ist diese Hürde erst einmal überwunden, ergibt sich mit etwas Zutun auch der Rest. Beim Machen sammelt man Erfahrungen, lernt dazu und wird besser.

Man muss eben: einfach machen.

Mein Fazit: einfach machen.

Ich bin froh, dass ich mit Funky-Simone diesen Blog ins Leben gerufen habe. Und ich glaube, dass ich damit die funky Simone ein bisschen aus der Reserve locken konnte.

Ich weiß nicht, wie sich der Blog im nächsten Jahr entwickeln wird. Aber ich bin mir sicher, dass ich wieder einiges dazulernen und mehr über mich selbst erfahren werde.

Mal sehen, welche Geschichten ich in einem Jahr erzählen werde. Ich bin gespannt – und werde einfach weitermachen.

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