Neuer Monat – neue Challenge
Nach der Yoga-Challenge im Januar und der Wikipedia-Challenge stand für mich im März die nächste Herausforderung an: Einen Monat lang auf Zucker verzichten.
Aber Zucker ist nicht gleich Zucker, deshalb sollte ich mir vorab überlegen, wie ich diese Challenge für mich definieren wollte und was ich damit über haupt bezwecken wollte. Und wie kam ich überhaupt auf die Idee, mir diese Challenge anzutun?
Warum die Naschkatze auf das Naschen verzichtet
Zunächst muss ich gestehen, dass ich eine ziemliche Naschkatze bin. Ich liebe Popcorn, nasche gerne Schokolade und kann einem Stück Kuchen oder einer Kugel Eis nur selten widerstehen. Erschwerend hinzukommt, dass mein Arbeitgeber versucht, uns im Projekt mit kistenweise Süßigkeiten bei Laune zu halten – der Vorrat an Schokoriegeln ist quasi eine nie versiegende Quelle. Und auch wenn ich weiß, wie ungesund Zucker ist, bin ich regelmäßig schwach geworden und der Schokolade zum Opfer gefallen. Irgendwann meldete sich dann nachmittags ein ständiger Heißhunger auf Süßigkeiten an. Und dann kam – kaum überraschend – dazu, dass die Zahl auf der Waage immer höher wurde und meine Hosen immer enger wurden. Höchste Zeit also, etwas zu ändern.
Ich wollte nicht länger ein Opfer meiner Zuckersucht sein, also wollte ich Nasch-Angewohnheiten durchbrechen. Außerdem steht bald die Berg-Saison an und jedes überflüssige Pfund will hinauf- und wieder herunter getragen werden und kostet unnötig zusätzliche Anstrengung. Für mich lag das Motto für den Monat März auf der Hand: ich verzichte einen Monat lang auf Zucker. Challenge accepted!
Projekt: Zuckerfrei – meine Spielregeln
Ich weiß natürlich, dass Zucker nicht gleich Zucker ist, daher sollte ich mein Vorhaben etwas konkretisieren. Stärke wird im Körper in Zucker umgewandelt, daher findet man einige Anleitungen zu Zucker-Challenges, bei denen auf stärkehaltige Lebensmittel wie Weißbrot, Pasta und Kartoffeln verzichtet wird. Aber das ging mir persönlich zu weit. Mir ging es darum, weniger Süßkram zu konsumieren und mich wieder gesünder zu ernähren. Mein Ziel war es, vollständig auf Industriezucker und andere Süßungsmittel zu verzichten. Obst und hin und wieder eine Dattel oder Trockenfrüchte wollte ich mir erlauben.
Im Vorfeld hatte ich einiges über die möglichen Wirkungen vom Verzicht auf Zucker gelesen: Zu Beginn sollte man sich auf typische Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Energielosigkeit und Stimmungsschwankungen gefasst machen. Na das konnte ja heiter werden…
Nach einer würde sollte sich ein neuer Rythmus einstellen und erste positive Veränderungen wie Verbesserung der Haut und besserer Schlaf würden sich zeigen und der Heißhunger würde abnehmen. Ja, das klang doch schon viel besser!
Nach etwa einem Monat sollte sich Zuckerfrei als das neue Normal einstellen. Die Lust auf Süßes sollte verschwunden sein und auch das Geschmackempfinden sollte sich verändern.
Bevor es mit der Challenge losgehen konnte, wollte ich eine Sache vorbereiten: Sicherstellen, dass keine Süßigkeiten im Haus sind. „Aus den Augen, aus dem Sinn“ war meine Devise.
Für mich kam erleichternd hinzu, dass mein Mann beschloss, sich meiner Challenge anzuschließen. Und so starteten wir gemeinsam in den zuckerfreien März.
Die Challenge – leichter als gedacht
Wie war es also, einen Monat lang auf Zucker und Süßigkeiten zu verzichten? Die Antwort ist: erstaunlich einfach! Zucker war für mich einfach keine Option und somit aus meinem Kopf gestrichen. In dieser Hinsicht war ich schon recht konsequent und diszipliniert. Von den angekündigten Kopfschmerzen blieb ich zum Glück verschont. Ganz selten kam nachmittags eine kleine Heißhunger-Attacke, die ich mit einem Apfel oder ein paar Nüssen bekämpfen konnte. Und als abendlichen Snack gab es regelmäßig etwas Obst anstatt Chips oder Popcorn.
Gegen Ende des Monats freute ich mich allerdings darauf, bald wieder ein Stück Zitronenkuchen oder Käsekuchen essen zu dürfen. An Schokoriegel hingegen dachte ich überhaupt nicht.
Die positiven Wirkungen wie ein verbessertes Hautbild oder mehr Energie konnte ich leider nicht feststellen. Was ich aber durch aus merkte, war dass nach etwa zwei Wochen meine Hosen etwas lockerer zu sitzen schienen. Auch die Waage schien das zu bestätigen. Am Ende des Monats hatte ich knapp zwei Kilo verloren.
Mein Fazit nach einem Monat ohne Zucker
Jetzt nachdem der Monat vorbei ist, bin ich froh Zuckerfrei-Challenge so gut gemeistert zu haben. Der April startete direkt mit ein paar Zuckerbomben in Form von Geburtstagskuchen und Schoko-Osterhasen. Aber nach den Feiertagen ist dann wieder Schluss mit Süßkram. Zukünftig möchte ich Zucker nur noch in Maßen konsumieren. Und dann lieber selten ein gutes Stück Kuchen und dafür keine „beiläufigen“ Schokoriegel mehr. Ich denke die Zuckerfrei-Challenge war für mich ein guter Schritt in Richtung gesunder Ernährung und diesen Weg möchte ich auch weiterhin folgen.
