2025 In A Nutshell

2025 – ein ganz normales Jahr

Wie vermutlich viele andere Menschen auch, nehme ich mir zum Jahreswechsel die Zeit, um das vergangene Jahr revue passieren zu lassen und meine Vorsätze fürs nächste Jahr zu planen. Typisch Millenial eben.

Also mal nachdenken – was war in diesem Jahr alles passiert? Was war gut, was kann ich im nächsten Jahr besser machen? Was gab es für besondere Ereignisse? Was habe ich neues gelernt? Worauf bin ich stolz?

Eines kann ich schon mal sagen: Es war ein ganz normales Jahr mit ein paar Höhen und auch ebenso vielen Tiefen. 2025 ist ruhig gestartet, eine Zeit lang vor sich hingeplätschert und hat gegen Ende des Jahres dann doch noch Fahrt aufgenommen.

Ein neuer alter Alltag

Nachdem wir im Herbst 2024 frisch nach Rosenheim umgezogen waren und ich zudem meinen Job gewechselt hatte, war in diesem Jahr das „Ankommen“ das große Ziel. Und das hat durchaus eine Weile gedauert. Die erste Zeit war spannend, und für meine Entdeckernatur ein tägliches kleines Abenteuer. An jeder Ecke gab es Neues zu erkunden und dabei ständig die nahe gelegenen Berge im Blick. Es war aber auch verdammt anstrengend. Vor allem das Einfinden in den neuen Job – und das direkt in einer kritischen Phase eines riesigen Projekts – hat mich viel Energie gekostet. Energie, die mir an anderer Stelle deutlich gefehlt hatte. Aber gut, ich denke das gehört zu einem Standortwechsel nun mal dazu.

Über das Jahr hinweg hat sich alles mehr zu einem neuen Alltag entwickelt. Rosenheim fühlt sich mittlerweile nach meiner neuen Heimat an und so langsam wird unsere Wohnung auch immer gemütlicher und heimeliger.

Ein bisschen unterwegs

2025 war kein Jahr der großen Ereignisse, kein Jahr der großen Knaller. Das Jahr verlief eher leise mit vielen kleineren, aber dennoch sehr schönen Highlights.

Wie schon erwähnt, war mein Energielevel über eine geraume Zeit relativ niedrig. Vielleicht stand uns deshalb nicht der Sinn nach einer großen Fernreise, obwohl uns das Reisen eigentlich sehr wichtig. Also gab es in diesem Jahr mehrere nahe gelegenere Ziele:

Ein Wochenende im Berchtesgadener Land mit der Erkundung einiger Lost Places und dem Besuch im „Dokumentation Obersalzberg“. Das Museum bewahrt die Geschichte des Obersalzbergs und des Nationalsozialismus – etwas bedrückend, sehr lehrreich und definitiv historisch wertvoll.

Sehr schön und erholsam war im Mai eine Woche in Südtirol mit viel Wellness, gutem Essen und ein paar kleinen Wanderungen. Und natürlich einigen Lost Places. Ach ja, Südtirol ist einfach immer schön und gehört für uns jedes Jahr dazu.

Wie bereits im letzten Jahr, waren wir auch heuer im Juni zum Climbing Word Cup in Innsbruck. Und es war auch in diesem Jahr wieder ein tolles Event und Innsbruck ist sowieso eine mega schöne Stadt mit der allerbesten Eisdiele. Mal sehen – vielleicht entwickelt sich daraus eine neue Tradition für den Besuch des jährlichen Word Cups.

Für unseren Sommerurlaub ging es im Juli relativ kurzfristig nach Mallorca. Das hätte ich bis kurz vorher auch nicht gedacht, dass es uns nach Mallorca ziehen würde. Ich muss zugeben, dass ich ziemlich voreingenommen war. Ich hatte die Insel als Touri-Hotspot für deutsche Pauschalurlauber und betrunkene Partywütige abgestempelt. Dabei wurde ich von eines Besseren überzeugt. Wir hatten wirklich eine schöne Urlaubswoche auf einer wunderschönen Finca im ruhigen Norden der Insel. Und es gab so viel zu erleben: Wandern in toller Landschaft, Mountainbiken (die Narbe davon am Schienbein gab es gratis als Souvenier dazu) und gaaaanz vielen coolen Lost Places. Notice to myself: Vergiss die Vorurteile und gib allen Zielen eine Chance!

Im September ging es für uns nochmals für eine Woche nach Slowenien. Die ersten Tage haben wir in Ljubljana verbracht. Die Stadt kannten wir bereits, daher konnten wir es in Sachen Sightseeing entspannt angehen – no Fomo. Zufällig fand an diesem Wochenende in Ljubljana das Spartan Race statt und so konnten neben Sightseeing auch die verschiedenen Läufe beobachten und dabei etwas anfeuern. Als zweite Station ging es weiter südlich in eine sehr ruhige und eher abgelegene Region. Dort hatten wir unsere eingene kleine Hütte mit Hot Tub und Sauna – an den Hang gebaut und zwischen den Bäumen versteckt, war der Ort eine kleine Oase der Erholung. Dritte und letzte Station war der Küstenort Koper. Anlass für Koper als Reiseziel war der Climbing World Cup. Und wieder wurden wir positiv überrascht, wie wunderschön der Ort und die Landschaft der umliegenden Region sind. Für uns standen neben dem Kletter-Event viele Geocaches, ein kleiner Abstecher zu einem Lost Place in Kroatien und ein Ausflug nach Piran auf dem Programm. Der Küstenabschnitt von Slowenien ist gerade mal 46 Kilometer lang und bietet sehr hübsche historische Küstenorte. Slowenien ist aus unserer Sicht unterbewertet und zum Glück noch wenig touristisch.

Ziele und Gewohnheiten

Natürlich hatte ich mir für 2025 einige Ziele gesteckt. Welche habe ich erreicht und welche nicht? Zumindest picke ich hier ein paar meiner Ziele heraus:

Mehr Lesen: Nachdem Ziele smart (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert) formuliert werden sollten, war mein Ziel, mindestens 20 Bücher zu lesen. Und ja – ich habe tatsächlich viel mehr gelesen als vorher und die Freude am Lesen wiederentdeckt. Mein Buch-Highlight des Jahres war Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig. In diesem Roman alternative Lebeswege und die Frage einer jungen Frau, wie das Leben anders verlaufen wäre, wenn sie die eine oder andere Entscheidung anders getroffen hätte. Es gab auch Bücher, die mich nicht abgeholt hatten und ich deshalb nicht zu Ende gelesen habe. Witzigerweise war Beende was du anfängst eines dieser Bücher, die ich nicht beendet habe. Am Ende war ich bei 18 Büchern herausgekommen und habe mein Ziel nicht erreicht. Aber irgendwie ja doch, da Lesen wieder ein fester Bestandteil in meinem Alltag geworden ist.

Kein Alkohol: Yes, Haken dran. Mein Ziel war es, in 2025 keinerlei Alkohol zu mir zu nehmen. Nicht dass ich vorher ständig getrunken hätte – aber am Wochenende hatte für mich ein Glas Wein irgendwie dazu gehört. Manchmal dann auch ein zweites Glas. Aber wenn ich überlege, wie schädlich Alkohol für den eigenen Körper und das Bewusstsein ist, wie Alkohol das eigene Verhalten beeinflusst und die sportliche Leistungsfähigkeit einschränkt, dann ist für mich der Alkoholkonsum einfach extrem dumm. Und ich muss sagen, der Verzicht auf Alkohol ist mir leichter gefallen als gedacht. Ich war nicht ein einziges Mal in Versuchung, ein Gläschen Wein oder ähnliches zu trinken. Die Hürde kam eher von außen, wenn man sich erklären soll, warum man in geselliger Runde nichts trinken möchte. Neulich habe ich den Satz gehört Alkohol ist die einzige Droge, bei der man sich rechtfertigen muss, wenn man sie nicht nimmt. Klingt komisch, ist aber so. Meine letzten Promille waren eine Tasse Punsch am Wiener Christkindlmarkt im Dezember 2024. Dabei werde ich es für die nächste Zeit auch belassen.

Neue Dinge ausprobieren: Okay, den Fehler hab ich mittlerweile selbst erkannt. Das Ziel war nicht messbar. Also kann ich schwer sagen, ob ich dieses Ziel erreicht habe oder nicht. Aber egal – wichtig ist schließlich meine eigene Wahrnehmung. Also mal überlegen – was habe ich Neues gemacht? Ich habe an einem Brezenbackkurs teilgenommen, ich habe als Wahlhelfer bei der Bundestagswahl geholfen, ich habe einen Blog gestartet, habe Beading als neues Hobby entdeckt, Töpfern gelernt, zum ersten Mal mein Fahrrad selbst repariert, ein Schmuckkästchen selbst gebaut, habe eigene Geocaches ausgelegt, und mich einer Laufgruppe angeschlossen. Alles „nur“ Kleinigkeiten, aber ich habe dennoch jeweils irgendetwas daraus gelernt, neue Fertigkeiten erlangt oder zumindest Erkenntnisse über mich selbst daraus gezogen. Mein Fazit dazu: Ich hätte in diesem Jahr noch mehr Neues ausprobieren können und vor allem hätte ich mehr an den einzelnen Themen dran bleiben sollen. Aber insgesamt bin ich einigermaßen zufrieden. Ich bin dabei, meine Neugier für neue Themen wieder zu entdecken und das ist definitiv eine gute Entwicklung.

Trailrun Finishen: Yes, Haken dran. Dazu gibt es bereits einen eigenen Beitrag. Für mich eines der Highlights des Jahres. hier geht’s zum Blogbeitrag

Das beste kommt zum Schluss

Im Dezember haben wir uns einen großen Wunsch erfüllt: Der Wunsch nach einem Haustier. Der Wunsch nach einem Haustier hatte uns schon lange begleitet. Als große Hunde-Fans waren wir von vorn herein auf einen Hund eingestellt. Wir konnten uns aber auch eine Katze oder Kannichen als neue tierische Freunde gut vorstellen. Aber natürlich bringt ein Haustier auch viel Verantwortung und einen gewissen Zeitwaufwand mit sich. Daher sollte diese Entscheidung gut überlegt sein. Vor allem währed unseres Urlaubs in Slowenien hatten wir versucht, die Überlegungen nochmals von einer anderen Seite her zu betrachten. Welche Eigenschaften sind uns wichtig, wie viel Zeitaufwand können wir realistisch leisten, soll das Tier ein ständiger Begleiter sein oder mehr seinen eigenen Willen durchsetzen können? Am Ende fiel unsere Entscheidung auf eine oder zwei Katzen.

Jetzt gab es noch weitere Überlegungen: Welche Rasse passt zu uns? Eine oder zwei Katzen? Katze oder Kater? Kätzchen vom Züchter oder bereits erwachsene Katzen aus dem Tierschutz? Was müssen wir im Vorfeld lernen und organisieren? Und schon wieder wurde das Thema gefühlt sehr groß. Letztendlich war die Entscheidung dann ganz leicht, nachdem wir über eine Kleinanzeige mit zwei 10 Monate alten, wunderhübschen Britisch-Kurzhaar-Katern gestolpert waren.

Und so sind Anfang Dezember unsere beiden Kater bei uns eingezogen und bereichern seither unser Leben. Balu ist eher ruhig und gemütlich und Tux ist eher neugierig und etwas frecher.

Verrückt, wie sehr ich die beiden nach schon so kurzer Zeit ins Herz geschlossen habe. Und das obwohl ich früher dachte, ich sei kein Katzenmensch. Und wieder einmal lag ich so falsch und meine Voreingenommenheit wurde eines Besseren belehrt.

Fazit:

2025 war ein eher ruhiges Jahr mit einigen kleinen positiven Veränderungen. Ich habe einiges Neues gelernt und ein paar schöne Erlebnisse gesammelt. Ich habe viele Erkenntnisse über mich selbst erlangt, habe es aber trotz dieser Erkenntnisse noch nicht ausreichend geschafft, aus meinen alten Denkmustern und Gewohnheiten auszubrechen. Das wird meine Challenge für 2026 und darauf werde ich meine Ziele fürs kommende Jahr ausrichten. Ich freue ich mich schon darauf, diese kleinen Projekte anzugehen. Challenge acceppted! Ich werde mein bestes geben, um 2026 zu einem schönen und erfolgreichen Jahr zu machen.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Rutsch in ein tolles Jahr 2026!

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