April-Challenge: Kopfrechnen

Neuer Monat – neue Challenge

Auch im April bin ich meinem Vorhaben treu geblieben, jeden Monat eine neue Challenge zu wagen. Dieses Mal wollte ich an einer meiner Schwachstellen arbeiten – dem Kopfrechnen.

Leider bin ich, was das Rechnen angeht, ziemlich bequem und tippe selbst die einfachsten Berechnungen in Excel oder in die Taschenrechner-App meines Smartphones ein. Schon während meiner Ausbildung war ich es gewohnt, eine Rechenmaschine zu nutzen. Später entwickelte ich dann eine innige Beziehung zu Excel. Das Resultat meiner Faulheit: Im Kopfrechnen bin ich grottenschlecht. Und genau das galt es im April zu ändern!

Was war also mein konkretes Ziel? Ganz offensichtlich wollte ich besser im Kopfrechnen werden, also einfache Rechenaufgaben schneller und ohne Taschenrechner lösen können. Außerdem nahm ich mir vor, im Alltag häufiger selbst zu rechnen. Um daraus eine echte Challenge zu machen, setzte ich mir ein messbares Ziel: täglich mindestens 50 Rechenaufgaben lösen.

Rechnen für Reis

Für mich war klar, dass ich für die täglichen Aufgaben eine Smartphone-App nutzen möchte. Im App Store gibt es davon auch jede Menge. Dann erinnerte ich mich jedoch an eine Quiz-App, die ich früher sehr häufig genutzt hatte: Freerice.

Freerice ist ein Online-Quiz des UN WFP, also des World Food Programme der Vereinten Nationen. Auf freerice.com oder über die mobile App gibt es zahlreiche Kategorien – zum Beispiel Fremdsprachen, Kunst und Kultur, Geschichte, Wissenschaft und eben auch Mathematik. Im Bereich Mathematik stehen vier Kategorien zur Auswahl: Multiplication Table, Basic Math (Pre-Algebra), Geometry und Derivatives. Die App ist zwar auf Englisch, aber das stellte keine allzu große Hürde dar.

Zusätzlich kann man zwischen fünf verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen. Zu jeder Aufgabe gibt es vier Antwortmöglichkeiten, und für jede richtige Antwort wird man mit zehn Reiskörnern belohnt. Diese digitalen Reiskörner werden tatsächlich in echte Reisspenden umgewandelt, die im Rahmen des World Food Programme Menschen in Not zugutekommen. Finanziert wird das Ganze durch Werbeeinnahmen.

Spielerisch Kopfrechnen üben und dabei noch einen guten Zweck unterstützen – das klang nach einem perfekten Plan für meine Challenge.

Meine täglichen Aufgaben

Nun galt es, diesen Plan in die Tat umzusetzen – und das war gar nicht so schwer. An manchen Tagen verteilte ich die 50 Aufgaben über den Tag und nutzte kurze Wartezeiten, zum Beispiel beim Arzt oder an der Supermarktkasse. An anderen Tagen nahm ich mir ganz bewusst Zeit, um meine Aufgaben am Stück zu lösen.

Meistens wählte ich die Kategorien Multiplication Table und Basic Math, gelegentlich auch Geometry – natürlich auf der höchsten Schwierigkeitsstufe. Es ist schließlich eine Challenge!

Außerdem gibt es auf YouTube unzählige Tutorials mit Methoden für schnelleres Kopfrechnen. Egal ob Multiplikation großer Zahlen oder das Dividieren von Brüchen – für nahezu jede Art von Berechnung existieren hilfreiche Tipps und Tricks, wie etwa das Zerlegen von Zahlen oder das Rechnen mit Komplementen.

Mein berechenbares Fazit

Auch diese Challenge habe ich auch diesen erfolgreich abgeschlossen. Ich hatte jeden Tag konsequent mindestens 50 Aufgaben richtig gelöst und somit täglich mindestens 500 Reiskörner erspielt – an manchen Tagen auch deutlich mehr. Dazu habe ich über unzählige Tutorials für mich neue Methoden zum schnellen Kopfrechnen gelernt. Ob ich mir diese alle merken kann, kann ich leider nicht versprechen. Ich denke das ist ähnlich wie beim Lernen von Fremdsprachen: Es kommt auf die regelmäßige Anwendung an.

In Zukunft habe ich mir vorgenommen, weiterhin kleinere Berechnungen im Kopf zu lösen – ohne sofort die Taschenrechner-App zu zücken.

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