Was mich glücklich macht

Vor einiger Zeit bin ich dem folgenden Satz begegnet: „Am Ende wird dein Alltag dein Leben sein.

Dieser Satz hat mich sehr beschäftigt und zum Umdenken gebracht. Ich habe beschlossen, meinen Alltag bewusster zu gestalten und mich mehr mit den Dingen zu beschäftigen, die mich glücklich machen.

Seitdem habe ich mich viel damit auseinandergesetzt, was das genau für mich bedeutet. Was macht mich eigentlich glücklich? Damit die Liste nicht ewig lang wird, beschränke ich mich hier auf 15 Dinge, die mich aktuell glücklich machen.

Unsere Katzen

Vor etwa einem halben Jahr sind zwei junge Kater bei uns eingezogen und bereichern seither unser Leben. Die beiden sind nicht nur wunderhübsch, sondern auch vom Wesen her unglaublich lieb. Mit ihnen ist buchstäblich mehr Leben in der Bude.

Es ist eine große Freude, die beiden einfach nur zu beobachten – sei es beim Spielen, beim gemeinsamen Herumtollen, beim gegenseitigen Putzen oder einfach nur beim Schlafen. Ich denke, von Katzen kann man einiges lernen. Sie haben ihren eigenen Charakter und setzen ihren Willen durch. Umso schöner ist es, wenn sie unsere Nähe suchen und mit uns kuscheln wollen. Und wenn sie mich abends an der Tür begrüßen, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, dann geht mir wirklich das Herz auf.

Berge

Ich liebe die Berge. Genau aus diesem Grund sind wir an den Alpenrand nach Rosenheim gezogen. Hier hat man sogar von der Innenstadt aus einen tollen Blick auf die Berge, an dem ich mich einfach nicht sattsehen kann.

Ich versuche, möglichst oft in die Berge zu gehen – am liebsten früh morgens und auf eher unbekannte Gipfel ohne Bergbahn und ohne Hütten. Dann genieße ich die Ruhe am Berg, den Duft der Bäume, das Vogelgezwitscher, den weiten Blick und auch die körperliche Anstrengung. Dass ich mittlerweile so nah an den Bergen wohne, macht mich glücklich.

Tierbegegnungen

Tiere machen mich glücklich. Am schönsten finde ich es, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Ein absolutes Highlight dafür ist eine Safari in Südafrika, und ich bin sehr dankbar, dass ich mir eine solche Reise hin und wieder ermöglichen kann.

Es sind aber auch die kleinen zufälligen Tierbegegnungen, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sei es beim Beobachten von Vögeln im Park, wenn ich beim Laufen ein paar Hunden begegne oder wenn mir ein Eichhörnchen über den Weg läuft. Ich freue mich über jedes Tierchen.

Weitblick

Wie schon gesagt, bin ich ein Kind der Berge und liebe den Weitblick, den man vom Gipfel aus genießen kann. Es muss aber gar nicht der spektakuläre Ausblick vom Berg sein. Auch beim Blick über Felder und Wiesen in einer offenen Landschaft verspüre ich sofort ein Gefühl von Freiheit.

Der erste Schluck Kaffee am Morgen

Es geht doch nichts über guten Kaffee. Morgens gibt es bei mir immer einen Cappuccino mit Hafermilch. Und wenn ich nachmittags zu Hause bin, meist einen von Hand aufgebrühten Filterkaffee.

Kaffee ist für mich ein absolutes Genussmittel. Und so gern ich Kaffee mag – nichts geht über den allerersten Schluck am Morgen.

Laufen gehen

Laufen gehen ist immer eine gute Idee. Es kommt selten vor, dass ich keine Lust darauf habe. Und selbst wenn ich mich einmal überwinden muss, kommt die Freude am Laufen meist ganz von allein.

Rein sportlich gesehen bin ich keine besonders gute Läuferin – ich laufe langsam und habe keine Ambitionen, an einem Marathon teilzunehmen. Aber ich laufe leidenschaftlich gern. Beim Laufen fühle ich mich frei und lebendig. Oft kommen mir dabei auch die besten Ideen oder Lösungen für Probleme, über die ich zuvor gegrübelt habe.

Die Natur genießen

Vermutlich habe ich bereits durchblicken lassen, dass ich sehr gerne Zeit in der Natur verbringe. Meistens beim Wandern in den Bergen oder beim Laufen im Wald oder am Fluss entlang.

Manchmal gehe ich durch das nahe gelegene Moorgebiet spazieren, lausche den Vögeln und freue mich über die wilde Natur. Ich liebe es, über weichen Waldboden zu laufen und dabei den Geruch von Holz und Laub einzuatmen. Die Natur bietet so viele schöne und friedliche Orte – man muss einfach nur hinausgehen.

Routinen

Routinen machen mein Leben einfacher. Zumindest die positiven Routinen – wie der Cappuccino am Morgen mit einer Kurzgeschichte, der Nachrichtenpodcast auf dem Weg zur Arbeit, zehn Minuten Yoga am Abend oder das Eincremen vor dem Schlafengehen.

Für vieles, was mir wichtig ist, habe ich mittlerweile feste Gewohnheiten entwickelt. Mit der Folge, dass ich gar nicht mehr darüber nachdenken muss – so wie beim Zähneputzen. Meine Routinen nehmen mir daher einige Entscheidungen ab und geben mir ein Stück Sicherheit.

Kleine Alltagsabenteuer

Bei all meinen Routinen brauche ich dennoch regelmäßige Abwechslung und Spannung im Alltag. Deshalb bin ich oft auf der Suche nach kleinen Alltagsabenteuern.

Geocaching, Lost Places erkunden, neue Berggipfel erklimmen, früh morgens den Sonnenaufgang an besonderen Orten erleben oder meine Monats-Challenges – diese kleinen Abenteuer machen das Leben spannender und lassen mich lebendiger fühlen.

Gutes tun

Wie heißt es so schön? Jeden Tag eine gute Tat.

Nicht nur, dass es anderen hilft – es gibt einem selbst ebenfalls ein gutes Gefühl. Es ist wahrlich nicht so, als würde ich ständig selbstlose gute Taten vollbringen. Oft sind es die kleinen Gesten: jemandem die Tür aufhalten, ein Lächeln schenken oder hin und wieder ein ehrliches Kompliment machen. Meistens wird man direkt mit einem freundlichen Lächeln belohnt, was wiederum einem selbst guttut.

Außerdem engagiere ich mich gelegentlich ehrenamtlich in Bereichen, die mir wichtig sind. In einer Zeit voller Krisen, Kriege, politischer Spannungen und der Folgen des Klimawandels schleicht sich bei mir oft ein Gefühl der Ohnmacht ein. Dass ich selbst einen kleinen Beitrag für eine gute Sache leisten kann, gibt mir das Gefühl, aktiv etwas Positives bewirken zu können.

Lesen

Als ich früher täglich mit dem Zug zur Arbeit gependelt bin, habe ich haufenweise Bücher verschlungen. Nach dem Umzug nach München konnte ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und natürlich währenddessen keine Bücher lesen. In meiner Freizeit habe ich mir außerdem schlichtweg keine Zeit dafür genommen.

Seit einiger Zeit habe ich das Lesen wieder fest in mein Leben integriert. Hin und wieder lese ich Ratgeber oder Fachbücher, aber diese meine ich hier nicht. Ich meine Bücher, die Geschichten erzählen. Bücher, durch die man in fremde Welten eintauchen und sich in die Charaktere hineinversetzen kann. Man schlägt ein Buch auf und befindet sich plötzlich in einer anderen Welt. Mit einem guten Buch und einer Tasse Kaffee auf dem Balkon – das sind für mich kleine Glücksmomente.

Gutes Essen

Gutes Essen macht glücklich. Da würden mir vermutlich viele Menschen zustimmen.

Über die Jahre hat sich meine Definition von gutem Essen allerdings verändert. Ich bin mittlerweile kein Fan mehr von fancy Sterneküche. Stattdessen weiß ich hochwertige Lebensmittel ohne viel Schnickschnack zu schätzen. Ich freue mich über gutes Brot, über aromatische Tomaten oder über ein Stück zuckersüße Wassermelone.

Me-Time

Bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe es, Zeit mit meinem Mann zu verbringen, und ich freue mich immer, meine Familie zu sehen.

Dennoch brauche ich regelmäßig Zeit ganz für mich allein. Zeit, in der niemand etwas von mir möchte und ich einfach tun und lassen kann, was ich will – oder meinen Gedanken nachhängen kann.

Mittlerweile habe ich verstanden, wie wichtig mir diese Me-Time ist, und ich bin dankbar, dass ich sie mir regelmäßig nehmen kann.

Arbeit

Ich arbeite (fast immer) gerne.

Meine Arbeit finanziert meinen Lebensunterhalt. Darüber hinaus habe ich das Glück, dass mir meine Tätigkeit Spaß macht und ich mit netten Menschen zusammenarbeite. Mir wird Wertschätzung entgegengebracht, und ich kann an meinen Aufgaben wachsen.

Ich halte das nicht für selbstverständlich und schätze mich glücklich, dieses Privileg zu haben.

Neue Menschen kennenlernen

Ich finde es schön, mit bislang fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Wenn erst einmal die Hürde des Smalltalks überwunden ist, können daraus durchaus bereichernde Gespräche entstehen.

In letzter Zeit hatte ich viele Gelegenheiten, neue Menschen kennenzulernen und interessante Unterhaltungen zu führen. Ich finde es wertvoll, dadurch neue Impulse zu erhalten, andere Lebensrealitäten kennenzulernen und neue Sichtweisen zu entdecken.

Ich bin mir sicher, dass sich diese Punkte im Laufe der Zeit wieder verändern werden. Vielleicht kommen neue Glücksfaktoren hinzu, während andere in den Hintergrund treten.

Umso wichtiger finde ich es, hin und wieder zu hinfragen, was einem selbst wirklich wichtig ist und was einem guttut.

Auf jeden Fall habe ich gelernt, dass das eigene Glück nicht allein von anderen Menschen oder äußeren Umständen abhängt. Man muss selbst etwas dafür tun. Wie das Sprichwort schon sagt: „Jeder ist seines Glückes Schmied.“

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